Sanierung der Kunststoffbahn im Oldenburger Marschwegstadion

Die Sanierung der maroden Kunststoffbahn im Oldenburger Marschwegstadion ist das zentrale Thema, das uns Leichtathleten zur Zeit vorrangig beschäftigt. Seit 2009 ist die Laufbahn bereits für Laufveranstaltungen gesperrt, einige Sprung- und Wurfwettkämpfe wurden dennoch durchgeführt. Der Trainingsbetrieb der Vereine ist eingeschränkt möglich.

An dieser Stelle möchte wir über den aktuellen Stand der Planungen und später auch über die  Durchführung der Arbeiten berichten.

November 2009:

Im Sportausschuss werden drei unterschiedliche Alternativen vorgestellt:

1.) Die neue Tratanbahn sollte im besten und teuersten Fall auf Säulen, die in die Erde getrieben werden, ruhen und damit unabhängig sein vom sich ständig veränderndem Mülluntergrund.

2.) Die obere Müllschicht wird abgetragen und der Boden wird mit Sand und Beton begradigt. Obendrauf kommt die neue Kunsstoffbahn.

3.) Die sparsamste Variante sieht eine schlichte Sanierung wie vor 30 Jahren vor: Müllschicht raus, Schlacke rein und Laufbahn drauf.

nächste Sportausschuss-Sitzung: 9.12.              NWZ-Bericht vom 3.12.09

 

Dezember 2009:

Die Abstimmung im Sportausschuss am 9.12. ergibt eine Sanierung der Laufbahn nach der kostengünstigsten Variante.

Der Planungsauftrag soll noch in diesem Monat vergeben werden. Sofern der Haushalt im Mai / Juni genehmigt wird, könnte in der zweiten Jahreshälfte 2010 die Sanierung ausgeschrieben werden. Der eigentliche Baubeginn soll im April 2011 folgen, Bauzeit ca. 4 Monate.

Dann soll die Laufbahn meisterschaftsfähig sein!!       NWZ-Bericht vom 11.12.09

 

Januar 2010:

Vollbetrieb erst ab Frühjahr 2012 möglich

nächste Beratung des Sportausschusses am 13.1.10, Rat muss dem Haushaltsentwurf noch zustimmen

"Vor Herbst 2011 läuft nichts im Stadion"     NWZ-Bericht vom 05.01.10

 

Februar 2010:

In einem Interview anlässlich der Sportlerwahl äußert sich Manfred Jelken, Beauftragter für den Leistungssport im Stadtsportbund, zur Situation des Oldenburger Sports.

Er betonte, dass das größte Problem zur Zeit die Sanierung des Marschwegstadions sei.  NWZ-Interview vom 01.02.10

 

 März 2010:

Der Kreisvorsitzende Ekkart Schmidt ist an den Planungsgesprächen mit der Stadt Oldenburg beteiligt. Er setzt sich vor allem dafür ein, dass die Dreisprung-/Weitsprunganlage vor der Zuschauertribüne erhalten bleibt und dass alle Anlagen athletenfreundlich angeordnet sind. Ein erster Zeitplan wird besprochen.

 

Sommer 2010:

Fußballer und Leichtathleten haben unterschiedliche Vorstellungen bzw. Interessen. Der Niedersächsische Fußballverband fordert eine Verbreiterung der Rasenfläche. Das würde für die Leichtathleten eine Veränderung der Sprunganlagen bedeuten. Eine Begehung der Anlagen mit der NLV-Präsidentin Rita Girschikowsky erfolgt.

 

August 2010:

Nordwest-Zeitung vom 14.8.:

Der Wettkampf Fußball gegen Leichtathleten ist entschieden: Bei der Sanierung des Marschweg-Stadions wird die Rasenfläche nicht erweitert. Dies hatten der DFB und der Niedersächsische Fußballverband gefordert. Denn für den Profi-Bereich sei eine Normbreite von 68 Metern vorgegeben. Aktuell ist der Rasen nur 65,5 Meter breit, was für die fünfte Liga reicht (ebenso wie das fehlende Flutlicht). Die Leichtathleten hatten vehement gegen eine Verbreiterung votiert. Denn dann hätte die Sprunganlage so verlegt werden müssen, dass sich viele Wettkämpfe in Oldenburg nicht mehr abhalten lassen können. Dazu kommt es nun nicht. Das bedeutet, dass nach der Sanierung z.B. Landesmeisterschaften in Oldenburg wieder möglich sind.

 

Oktober 2010:

Am 6.10. erscheint in der Nordwest-Zeitung ein Bericht über das große Haushaltsloch für das Jahr 2011. Die Stadt will dennoch investieren - in die Bildung. Ein Neubau der BBS III (Willersstraße) ist an der Maastricher Straße geplant. Die NWZ schreibt dazu: "Für den Neubau müssten andere Vorhaben auf 2015 bis 2018 verschoben werden, z.B. die Laufbahn-Sanierung im Marschwegstadion."

 

Kommentar von Dirk Spekker nach der erfolgreichen Durchführung des Citylaufes:

"Oldenburg ist eine Laufstadt - aber keine Laufbahn im Stadion"

 

"Neuer Streit ums Marschwegstadion" 

Die SPD spricht schon von „Skandal“– und in der Oldenburger Leichtathletik-Szene kann man nicht glauben, dass an den Gerüchten etwas dran sein soll. Doch geht es nach dem Vorschlag von OB und Stadtverwaltung für den Haushalt 2011, wird das Marschweg-Stadion nun doch nicht saniert...

NWZ-Bericht vom 28.10.10

 Der Kreisvorsitzende Ekkart Schmidt schreibt einen Brief an die Fraktionen.

 

November 2010:

"Leichtathleten laufen ohne Bahn ins Leere" (NWZ 2.11.10) Einschätzung der Folgen der verschobenen Sanierung durch Jörg Reckemeier

In der Sportausschuss-Sitzung am 10.11. haben die Vertreter aller Parteien die Pläne der Verwaltung, die Laufbahn-Sanierung zu verschieben, scharf kritisiert!   "Streit um Laufbahn nimmt Schärfe zu" (NWZ 12.11.10)

 

Dezember 2010:

Am 21.12. beschließt der Rat die Sanierung des Marschwegstadions. Er bewilligt nicht nur 920.000 Euro für die ursprüngliche Sanierung, sondern auch die nachgeschobenen 190.000 Euro für die Stauraumkanäle unter dem Stadion.

 

Juni 2011

Es geht los mit den Bauarbeiten, Bericht in der Nordwest-Zeitung vom 9.Juni.

Fotos         Video

 

August 2011

Bericht in der Nordwest-Zeitung am 17. August über die Bauarbeiten, geplanter Abschluss im Oktober

 

September 2011

Es gibt Probleme mit dem Abtragen des Untegrundes, der Hochofenschlacke. Die Bauleitung entscheidet: Wir lassen den Untergrund so, wie er ist, und legen die neue Kunststofflaufbahn darauf.

Nordwest-Zeitung vom 13. September

 

Oktober 2011

Leider wird die Bahn in diesem Jahr nicht mehr fertig gestellt.

Der Kreisvorstand  hat folgende Informationen vom Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau erhalten:
Mit der Basisbeschichtung der Laufbahn im Marschwegstadion wird am Mittwoch, 19. Oktober, begonnen. Nach Einschätzung der ausführenden Firma ist jedoch die Endbeschichtung der Laufbahn in diesem Jahr aus qualitativen Gründen nicht mehr machbar. Aufgrund der niedrigen morgendlichen Temperaturen, dem damit verbundenen Kondenswasseranfall und den schon früh am Nachmittag wieder sinkenden Temperaturen sind nur noch geringe Tagesleistungen machbar. Damit verbunden sind dann eine Vielzahl von Nähten, die die Qualität eines wasserundurchlässigen Belages erheblich beeinflussen können und auch optisch nicht zufrieden stellen können. Der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau strebt an, die Endbeschichtung so früh wie möglich in 2012 zu realisieren, damit den Leichtathleten die Anlage zur Verfügung steht.

"Schluss-Spurt bei Bauarbeiten im Stadion"  (NWZ 18.10.11)

 Ekkart Schmidt auf NWZ-online: "Laufbahn bleibt auf der Strecke"

 http://www.nwzonline.de/tv/?bcpid=1902589349&bckey=AQ~~,AAAAAGL7LqU~,aXlKNnCf9d8x0h3MNW01qaVzbYtjKGM7&bclid=23977590001&bctid=1258604272001